Leistung

Ausbildungsgeld für behinderte Menschen (Berufsförderung)

Bei einer beruflichen Erstausbildung, berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (einschließlich Grundausbildung) oder im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich einer...

Nachweise zur Feststellung des Bedarfs (z.B. Kosten der Unterbringung)

 

 

 

Anspruch auf Ausbildungsgeld besteht in der Regel, wenn Sie als behinderter Mensch

  • erstmalig eine berufliche Ausbildung absolvieren oder
  • an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme einschließlich einer Grundausbildung teilnehmen oder
  • sich im Eingangsverfahren oder im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen befinden.

Hinweis: Ein Anspruch auf Ausbildungsgeld kann bestehen, wenn der behinderte Mensch keinen Anspruch auf Übergangsgeld hat. Für das Ausbildungsgeld gelten grundsätzlich die Vorschriften für die Berufsausbildungsbeihilfe. Daneben gibt es besondere Regelungen, die nur für das Ausbildungsgeld gelten. Das gilt insbesondere für die Festsetzung des Bedarfs des Ausbildungsgeldes und bei der Anrechnung von Einkommen.

Ausbildungsgeld müssen Sie bei der zuständigen Agentur für Arbeit beantragen. Wegen der individuellen Berechnungsgrundlagen und Voraussetzungen, die die Höhe des Ausbildungsgeldes beeinflussen, empfehlen wir Ihnen, sich davor bei der jeweiligen Agentur für Arbeit beraten zu lassen.

 

Bei einer

  • beruflichen Erstausbildung,
  • berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (einschließlich Grundausbildung) oder
  • im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen

erhalten behinderte Menschen, die kein Übergangsgeld beanspruchen können, in der Regel von der Agentur für Arbeit ein Ausbildungsgeld.

Die Höhe des Ausbildungsgeldes hängt von zwei Faktoren ab:

  • Bedarfssatz des Ausbildungsgeldes
  • anzurechnendes Einkommen (wenn es sich um eine berufliche Ausbildung handelt)

Wie bei der Berufsausbildungsbeihilfe sind auch beim Ausbildungsgeld für die Lebenshaltungskosten, die während der Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme entstehen, bestimmte Pauschbeträge (am Bedarf orientiert) festgesetzt. Es werden also nicht die individuell anfallenden Kosten übernommen (z.B. für Miete, Kleidung oder Lebensmittel).

Die Höhe des Bedarfs richtet sich nach

  • der Maßnahme, an der Sie teilnehmen (berufliche Ausbildung, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder Grundausbildung oder Leistungen im Eingangsverfahren beziehungsweise Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen),
  • der Art der Unterbringung während der Maßnahme und
  • Ihrem Alter und Ihrem Familienstand.

Das Ausbildungsgeld beträgt zurzeit beispielsweise bei Unterbringung im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils monatlich 310 Euro, wenn der behinderte Mensch unverheiratet ist oder keine Lebenspartnerschaft führt und das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ein geringeres Ausbildungsgeld wird bei Unterbringung von behinderten Menschen außerhalb des elterlichen Haushalts gezahlt, wenn für Unterkunft und Verpflegung Leistungen gewährt oder diese im Rahmen der Maßnahmekosten übernommen werden (z.B. in einem Berufsbildungswerk). Außerdem werden sonstige notwendige Kosten übernommen (z.B. für Lernmittel, Arbeitskleidung, Unterrichts- und Lehrgangsgebühren, Fahrtkosten einschließlich für Begleitpersonen, Unterkunft und Verpflegung sowie für Maßnahmen in Reha-Einrichtungen bzw. zur Ausbildung Beschäftigte die Sozialversicherung).

 

 

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Weitere Unterstützung erhalten Sie unter der Behördennummer 115.